Hunde schlafen anders

Unsere Vierbeiner benötigen ca. 12 bis 14 Stunden Ruhephasen bzw. Schlaf am Tag. Hunde schlafen unterschiedlich lange. Das Schlafbedürfnis ist stark von Rasse, Alter und Gesundheitszustand des Hundes abhängig. Das Hundebett ist somit der Ort an dem dein Hund die meiste Zeit des Tages verbringt. Welpen, alte oder gar kranke Hunde verbringen noch viel mehr Zeit im Bett. Vor allem bei Welpen sollte für ausreichend Schlaf gesorgt werden, da diese am Tag erlebtes im Schlaf verarbeiten. Ein Welpe kann durchaus bis zu 20 Stunden am Tag schlafen. Dieser lange Liegezeit ist daher nicht untypisch.

Der Schlafzyklus eines Hundes

Der Schlaf unseres Hundes unterteilt sich auch wie der des Menschen in unterschiedliche Phasen. 

  • a) Wach-Phase
  • b.1) Sleep onset latency: Zeit die benötigt wird vom Wachstadium zum Schlafstadium zu wechseln. 
  • b.2) REM = Rapid Eye Movement – Traumphase
  • c) Stage 1, NREM = Non Rapid Eye Movement
  • d) Stage 2, NREM = Non Rapid Eye Movement
  • e) Stage 3, NREM = Non Rapid Eye Movement – Slow wave sleep – Tiefschlaf

Die wissenschaft unterteilt diese Schlafphasen anhand der über ein EEG (Elektroenzephalografie) gemessenen Frequenzen und Amplitude. Vereinfacht gesagt weißt jede dieser Phasen unterschiedlich Gehirnaktivitäten auf. 

Wir Menschen schlafen i.d.R. an einem Stück und durchlaufen den oben stehenden Schlafzyklus mehrmals pro Nacht. Bei einem Schlaf von acht Stunden durchlaufen wir den Schlafzyklus ca. vier bis fünfmal.

Hunde schlafen nicht wie wir Menschen an einem Stück. Sie verteilen ihre Schlafzeit viel mehr auf kleiner Einheiten. Wir Menschen benötigen zum erreichen der REM-Phase ca. 90 Minuten. Unsere Vierbeiner erreichen diese Phase in Rekordzeit in nur ca. 10 Minuten. Die Schlafzyklen unserer Hunde sind dadurch deutlich kürzer als unsere, was es ihnen erlaubt den Schlaf leichter über den Tag zu verteilen.

Können Hunde träumen?

Fälschlicherweise geht man immer davon aus, dass Träume meist im Tiefschlaf eintreten, dies ist jedoch nicht der Fall. Träume treten meist in der REM Phase auf. In dieser besonderen Phasen steigt der Blutdruck und Puls im Körper. Das Gehirn weist eine vergleichsweise hohe Aktivität auf. Du erkennst diese Phase am häufigen Augenrollen deines Hundes.

In der REM Phase können selbst wir Leihen feststellen, dass unsere Vierbeiner träumen. Was genau sie dabei umtreibt bleibt uns leider verborgen. Häufig sieht man wie der Hund in der REM Phase seine Pfoten bewegt als würde er laufen. Bewegungsabläufe werden normalerweise von der sogenannten Schlafstarre aus Eigenschutz unterdrückt.

Michel Jouvet entfernte in einem bizarren Tierversuch Anfang der Sechziger den für die Schlafstarre verantwortlichen Teil des Gehirns einer Katze. Sobald die operierte Katze die REM-Phase im Schlaf erreichte wurde diese so aktiv als würde sie Mäuse jagen. Der für seinen Hunde-IQ-Test bekannte Professor Stanley Coren konnte ähnliche Verhaltensweisen bei Hunden im Schlaf feststellen, z.B. bewegte sich ein Dobermann im Schlaf so als würde er vor Eindringlingen warnen.

Warum Schlaf wichtig ist?

Schlaf wird häufig mit Faulheit in Verbindung gebracht, daher ist dies völliger Unsinn. Guter und ausreichender Schlaf ist für jedes Säugetier ein essentieller Bestandteil des Lebens. 

Im Schlaf erholt sich der Körper deines Hundes von seinen Wachphasen. Es werden u.a. Hormone zur Zellregenerierung ausgeschüttet, wodurch die Wundheilung im Schlaf beschleunigt wird. Das Immunsystem gibt im Schlaf Vollgas und Gelerntes wird im Schlaf verarbeitet.

Es gibt eine Vielzahl positiver Effekte die dem Schlaf zuzuschreiben sind. Daher mein Appell an euch und eure Fellnasen: Schenkt eurem Schlaf mehr Aufmerksamkeit! Schließlich verbringt dein Hund rund die Hälfte seines Lebens im Bett.

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